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Wer erinnert sich an den Kommunistenjäger Joe McCarthy?

Hier ist er endlich! Der Film-Trailer zur Doku-Fiction „The Real American – Joe McCarthy“ (2011)

Ich hatte bei dem historischen internationalen Filmprojekt die Ehre für den Regisseur Lutz Hachmeister die Regieassistenz/1.AD  zu übernehmen.

Via HMR Produktion:

THE REAL AMERICAN trennt den Mann vom Mythos und präsentiert das erste balancierte und umfassende Bild eines Prototypen paranoider Fernseh-Politik. Der Film zeichnet den kometenhaften Aufstieg des Farmersohns nach, vom frisch gewählten Senator zum Kommunisten jagenden Populisten, der sich nur zwei Jahre vor seinem 50. Geburtstag buchstäblich zu Tode trank. Geblendet von seiner Begierde „die Nummer eins in Washington“ zu werden, nahm McCarthy aussichtslose Kämpfe mit der Armee, dem Außenministerium, der CIA und sogar dem Präsidenten selbst auf — bis Präsident Eisenhower, aber auch die CIA, aktive Maßnahmen gegen ihn einleiteten. Mit dem Aufstieg
von Sarah Palin und der rechts-libertären „Tea Party“-Bewegung hat der Film eine verblüffende politische Aktualität gewonnen.

Fünf Jahre lang haben der preisgekrönte Filmemacher Lutz Hachmeister und sein Team für das „brillante Doku-Drama“ (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung) in internationalen Archiven recherchiert und sind dabei auf erst kürzlich freigegebenes Material gestoßen. Kunstvoll wechselt THE REAL AMERICAN zwischen in Szene gesetztem, dramatischen Originaldrehbuch und Originalmaterial, sowie Interviews, die Hachmeister mit den letzten noch lebenden Familienmitgliedern, einer Vielzahl von hochkarätigen Augenzeugen und Medienhistorikern geführt hat. Große Namen, unter anderem der frühere Außenminister Henry Kissinger, Pulitzerpreisträger Haynes Johnson, die konservative Bestsellerautorin Ann Coulter, die Watergate-Legenden Carl Bernstein und Ben Bradlee, und Ex-KGB General Oleg Kalugin, stellen ihre Stimmen und einzigartigen Einsichten über den Aufstieg und Fall McCarthys zur Verfügung.

John Sessions (GANGS OF NEW YORK, THE GOOD SHEPHERD) und Justine Waddell (THE FALL, THE MYSTERY OF NATALIE WOOD) stellen in THE REAL AMERICAN Joe McCarthy und seine Ehefrau Jean dar. In weiteren Rollen spielen Trystan Gravelle und James Garnon, die beide zuletzt für Roland Emmerichs ANONYMOUS vor der Kamera standen.

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Kriegsfotograf Dominic Nahr im Portrait

Über die Gefahrenschwelle

Der Deutsch-Schweizer Dominic Nahr, 28, ist seit 2010 bei der renommierten Fotoagentur Magnum. Wie schon den Gründern Capa, Seymour, Rodger und Cartier-Bresson geht es auch den jungen Magnum-Fotografen darum, mit ihren Bildern von Krieg und Elend die Weltöffentlichkeit aufzurütteln. Auch sie haben heute die Botschaft: „Nie wieder Krieg!“

Es ist dieses aufgeregte Herzklopfen, was ihn antreibt, sagt Dominic Nahr, wenn er frühmorgens um fünf irgendwo auf der Welt auf einen Pick-Up steigt und nicht genau weiß, was ihn erwartet. Faszinierend sei für ihn, seine persönliche Gefahrenschwelle zu übertreten, denn dann funktioniere er plötzlich ganz von allein. „Wenn man in Kriegsgebieten arbeitet: Ich werde jemand Anderes, also ich fühle mich viel wohler.“

In der Ausstellung „Frontline – Die Macht der Bilder“ sind bis Januar im NRW Forum Düsseldorf Bilder von neun Magnumfotografen zu sehen. Historisches und Aktuelles im Vergleich.

In meinem Radio-Beitrag lernen wir den jungen Kriegsfotografen Dominic Nahr von einer sehr persönlichen Seite kennen.

http://wissen.dradio.de/journalismus-fotografieren-an-der-front.39.de.html?dram:article_id=12733

Re-Kolonialisierung in Afrika

Unrechtmäßige Landnahme ist wieder ein Thema in Afrika, sagen der Deutsche Thomas Hoeps und der Niederländer Jac. Toes. Die beiden Krimiautoren haben bei ihren Recherchen in Afrika festgestellt, dass Länder und Unternehmen heute wieder gigantische Flächen Land auf lange Zeit pachten. Die heimische Landwirtschaft gehe dabei zu Grunde, weil durch den Anbau riesiger Monokulturen für zum Beispiel Biokraftstoffe wichtige Wasserzugänge für die heimische Landwirtschaft abgeschnitten werden. Mit der Folge: Die Bevölkerung verhungert, weil sie ihren eigenen Lebensmittelbedarf so nicht mehr decken kann.
Mein Krimi-Beitrag zum Thema bei WDR 2 Tatort NRW „Das Lügenarchiv“
http://www.wdr2.de/kultur/tatortnrw/luegenarchiv100.html

Scilogs: „Warum bloggen wir eigentlich?“

Woher kommt eigentlich das Bedürfnis zu bloggen?

Über den Sinn und Unsinn der Bloggerei diskutierten und grübelten am 09.03. im pfälzischen Deidesheim über 40 Blogger aus den unterschiedlichsten Bereichen der Wissenschaftsblogs .

Unter dem Oberbegriff „Scilogs“ bloggen beim Spektrum Verlag das BRAINlog, CHRONOlog, KOSMOlog und WISSENSlog.

Ist es eine Art „Sendungsbewußtsein“, sich anderen mitzuteilen, ein Bedürfnis nach Kommunikation durch einen weiteren Kanal, der Spaß am Schreiben oder einfach der Wunsch sein Fachgebiet einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren, es zu popularisieren?

Der Antrieb zum Bloggen reichte bei den Diskutierenden von der Begeisterung eine freie Hand bei der Themenwahl und der Form zu haben über den Wunsch Kompliziertes verständlich weiter zu geben und dann mit vielen Leuten zu teilen bis zu dem Bedürfnis auch noch eine eigene Meinung zum Thema zu veröffentlichen.

Unterscheiden muss man zwischen Wissenschaftlerblogs, die von der Arbeit eines Wissenschaftlers berichten und Wissenschaftsblogs, in denen journalistisch Interessierte über Neuigkeiten und Ergebnisse eines Wissenschaftsbereichs berichten, der sie besonders interessiert.

Ob dies der neue Journalismus 2.0 ist, wird man in der Zukunft sehen. Sicherlich sind Wissenschaftsblogs eine ernstzunehmende Konkurrenz für Wissenschaftsmagazine. Allerdings sollte dem Leser 2.0 auch bewusst sein, dass bei einem sehr schnell und aktuell veröffentlichten Blog-Eintrag nicht immer die redaktionelle Prüfung eines Verlages im Hintergrund stehen kann und muss.

Innovatives neues E-Business Tool: Live Presenter

Warum noch teure Flüge buchen und rund um die Welt jetten? Dann noch völlig übermüdet mit Jet-Lag ins Meeting und dabei womöglich gar nicht mehr Herr seiner Sinne sein? Ein viel zu großes Risiko bei wichtigen Präsentationen und Verhandlungen! Und dann noch der Zeitaufwand: lästige staugeplagte Fahrten zum Flughafen, eine Schlange am Check-In, dann endlich Boarding, starten, landen und schon wieder warten auf das Gepäck. Nein, nein alles viel zu anstrengend! Und unter zeitökonomischen Aspekten auch absolut unsinnig. Dieses Szenario könnte bald nostalgische Vergangenheit sein.

Mit dem „Live Presenter“ von Netviewer könnten zukünftig Web-Konferenzen zum Standard werden. Mit dieser Portallösung kann man seine Meeting-Teilnehmer wie gewohnt per Email zum Termin einladen, ein Moderator führt live durch das Programm. Zusätzlich können auch noch Fotos, Grafiken und auch Videos eingebunden werden. Jeder Teilnehmer loggt sich über seinen Browser zum Termin ein, kein Programm muss vorher installier werden. Interagieren können die Teilnehmer über eine Chat-Funktion. In mehreren auf dem Desktop geöffneten Fenstern kann dann jeder alle Aktionen der Web-Konferenz verfolgen und sofort ein Feed-Back geben.

Dieses serverbasierte Desktop-Sharing-System ist eine zukunftsweisende multimediale Lösung für Unternehmen, die Zeit und Kosten sparen wollen. Genauso könnten aber auch jede Art von privater vernetzter Community ihre themenspezifischen Treffen abhalten und Fotos und Videos zeigen. Bei der Anzahl der Teilnehmer sind keine Grenzen gesetzt.

Auf der kommenden Cebit wird der Entwickler Netviewer seine neueste Portal-Lösung offiziell vorstellen.

Dies ist eine spannende Entwicklung!

Ich könnte mir gut vorstellen, dass es eine gern angenommene Ergänzung zur Telefonkonferenz oder auch im E-Learning-Bereich werden könnte, obwohl ich nicht glaube, dass auch nur alle erdenklichen neuen Technologien dieser Art jemals eine Face-to-Face- Begegnung toppen können, geschweige denn ersetzen. Wenn es Zeit und finanzielle Mittel eines Unternehmens erlauben, wird sicher eher eine klassische Konferenz mit anschließendem lockeren Essen und privat anklingender Entspannung zu besseren Ergebnissen (besonders langfristig!) führen.

Wir dürfen sehr gespannt sein, was das Ganze kosten soll! Auf der Cebit werden wir es erfahren.

Persönliche Freiheit schützen – Eine Buchempfehlung

Ich möchte an dieser Stelle auf ein recht neu erschienendes Buch von Wolfgang Sofsky aufmerksam machen:

„Verteidigung des Privaten“. Erschienen 2007 bei C.H. Beck, 158 Seiten für 14,90 €.

Sofsky kritisiert eindringlich die Beschneidung der persönlichen Freiheit durch den Staat, was für jeden spürbar geworden ist seit dem Gesetzesbeschluss zur Vorratsdatenspeicherung am 09. November 2007.

Ich halte dieses Thema für äußerst wichtig und leider im Vorfeld des Gesetzesbeschlusses sehr in der Berichterstattung und Kritik vernachlässigt. Deswegen möchte ich auf dieses lesenswerte Buch hinweisen.

In seiner sehr empfehlenswerten Streitschrift bringt der Soziologe und Privatgelehrter Wolfgang Sofsky die Problematik auf den Punkt. Unsere Privatheit und persönliche Freiheit ist in Deutschland durch den Staat bedroht.

Menschen hinterlassen heutzutage mehr Spuren als sie annehmen. Alles Tun und Handeln wird dokumentiert, archiviert und geprüft. Nichts entgeht der Aufmerksamkeit des Staates. Gläserne Menschen bewegen sich laut Sofsky in einer kontrollierten Gesellschaft.

Sofsky beanstandet in seinem Buch den Gehorsam und den Konformismus der Menschen, die die Bedrohung gar nicht erkennen. Ihnen fehle der Sinn für den Verlust der persönlichen Freiheit, urteilt er beharrlich.

So werden unter dem Banner der Fürsorge und Vorsorge Freiräume vom Staat immer weiter eingeengt.

Als warnendes Fazit, hier das Schlusswort von Wolfgang Sofksy: „Wer aus eigenen Stücken auf die Waffen der Kritik verzichtet, der lässt seine Urteils- und Handlungskraft verkommen!“

Hier ein weiterer Blog, der sich mit diesem Thema auseinandersetzt und einem Beitrag zum Buch von Sofsky: Daten-Speicherung.de

Hypothesen zu File Sharing Communities

Sehr interessante Hypothesen und Überlegungen stellt Thomas Pleil in seinem Blog Das Textdepot zu Veränderungen im Nutzungsverhalten bei Tauschplattformen an. Ich stellte vor kurzem an dieser Stelle die Frage in den Raum, ob es möglicherweise zu einer persönlichen Übersättigung der Nutzer und Hersteller von User Generated Content gekommen sein könnte, zugunsten einer Hinwendung zurück zu älteren Medientechnologien. Sozusagen das Verpuffen einer anfänglichen Euphorie.

Tatsächlich steigt insgesamt das Angebot an Plattformen rasant. Es gibt immer mehr Angebote auch an Me Too-Plattformen und Klonen, was sicher dazu führt, dass sich die Gesamtnutzerzahl etwas verteilt oder auch Angebote mit engeren Themenspektren favorisiert werden.

In ihrem Koop Tech-Blog befasst sich Christiane Schulzki-Haddouti noch eingehender mit den Entwicklungen einiger großer bekannter aber auch neueren und kleineren Dienste. Das Ergebnis ist spannend!

Demzufolge gibt es einen eindeutigen Trend: Das Erstellen eigener sozialer Netzwerke inklusive Tauschmöglichkeiten.

Ganz klar steigende Nutzerzahlen gibt es laut Koop Tech-Blog nur bei der hybriden Plattform Ning.com, wo die Erstellung eigener sozialer Netzwerke und File Sharing angeboten wird.

Neben Ning gibt es sonst ausschließlich bei youtube.com ungebrochene Wachstumsraten. Alle sonst von ihr beobachteten Plattformen sind rückläufig oder stagnieren.

Schlussfolgerung: User generieren und tauschen immer noch gerne ihren selbst produzierten Content, jedoch mit einem (vielleicht könnte man sagen) zusätzlichen „Kick“ in Form von „etwas Eigenes Schaffen“, einer Art Rückbesinnung auf „lokales Denken“ in einem gewissen Themengebiet: Man kennt sich untereinander und fühlt sich wohl in einem engeren familiäreren Umfeld!

Hier wären tatsächlich nähere qualitative Untersuchungen höchstinteressant!

Veränderung des Nutzungsverhalten im Web 2.0

Es ist schon interessant, dass es doch immer wieder dieselben sozialen Phänomene zu geben scheint, bei neu erfundenen Medien-Technologien seit der Gutenberg- Galaxis. Es ist immer wieder die Sorge der Bewahrer, dass die alten Medien zugunsten der neuen verschwinden werden.

Mittlerweile haben wir aber gelernt, dass dem nicht so ist. Immer noch lesen Menschen Bücher, telefonieren eher selten mit Videotelefonen, hören immer noch gern Radio, schauen in die Röhre und sprechen sogar noch miteinander.

Das Phänomen, das hier gemeint ist, ist das der Übersättigung. Menschen werden nach einer Phase der totalen Begeisterung doch immer wieder der neuen Technologien mürbe und besinnen sich zurück auf die alten „Klassiker“.

Das passiert nun auch bei solchen Diensten, die das Veröffentlichen von Inhalten wie Texten, Bilder, Musik, Fotos und Videos im Internet ermöglichen.

Die Wachstumszahlen von Focus Live, Myvideo, Flickr, Last.fm sind rückläufig.

Könnte es vielleicht sein, dass die Nutzer doch keine langfristige persönliche Befriedigung aus der Herstellung und Beschäftigung mit User-Generated-Content herausziehen können?

Ein Verpuffen der anfänglichen Begeisterung?

–> Weiter lesen im KoopTech-Blog.

Google Generation

Zum Thema Umgang mit Suchmaschinen gibt es eine frisch veröffentlichte Studie vom CIBER research team at University College London.

Eine Längsschnittstudie über die Generation nach 1993, die mit dem Internet groß geworden ist und auch in der Zukunft den Forscher-Nachwuchs stellen wird, zeigt eine deutliche Veränderung des Informations-Konsumverhalten der so genannten Google Generation im Gegensatz zu früheren Generationen.

Nur noch 2% der College-Studenten starten ihre Recherche klassisch in Bibliotheken. 89% beginnen zuerst mit Internet-Suchmaschinen. 93% sind zufrieden bzw. sehr zufrieden mit ihren Erfahrungen mit Suchmaschinen. College-Studenten benutzen immer weniger Bibliotheken und lesen immer weniger in Büchern zugunsten der Internet-Informationssuche.
Ein Zukunftstrend sind folglich virtuelle Bibliotheken, die intuitives Recherchieren ermöglichen wie wir es von den Suchmaschinen heute schon gewöhnt sind.

Laut der Ciber-Studie wird der nächste Erfolgstrend das Publizieren von E-Books sein, da durch die Gewöhnung an das Lesen am Bildschirm immer weniger Bücher auch im universitären Bereich gelesen werden. E-Journal Databases und E-Book Kollektionen werden die Forschungsbibliotheken erobern, die zukunftsfähig bleiben wollen.

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