Woher kommt eigentlich das Bedürfnis zu bloggen?

Über den Sinn und Unsinn der Bloggerei diskutierten und grübelten am 09.03. im pfälzischen Deidesheim über 40 Blogger aus den unterschiedlichsten Bereichen der Wissenschaftsblogs .

Unter dem Oberbegriff „Scilogs“ bloggen beim Spektrum Verlag das BRAINlog, CHRONOlog, KOSMOlog und WISSENSlog.

Ist es eine Art „Sendungsbewußtsein“, sich anderen mitzuteilen, ein Bedürfnis nach Kommunikation durch einen weiteren Kanal, der Spaß am Schreiben oder einfach der Wunsch sein Fachgebiet einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren, es zu popularisieren?

Der Antrieb zum Bloggen reichte bei den Diskutierenden von der Begeisterung eine freie Hand bei der Themenwahl und der Form zu haben über den Wunsch Kompliziertes verständlich weiter zu geben und dann mit vielen Leuten zu teilen bis zu dem Bedürfnis auch noch eine eigene Meinung zum Thema zu veröffentlichen.

Unterscheiden muss man zwischen Wissenschaftlerblogs, die von der Arbeit eines Wissenschaftlers berichten und Wissenschaftsblogs, in denen journalistisch Interessierte über Neuigkeiten und Ergebnisse eines Wissenschaftsbereichs berichten, der sie besonders interessiert.

Ob dies der neue Journalismus 2.0 ist, wird man in der Zukunft sehen. Sicherlich sind Wissenschaftsblogs eine ernstzunehmende Konkurrenz für Wissenschaftsmagazine. Allerdings sollte dem Leser 2.0 auch bewusst sein, dass bei einem sehr schnell und aktuell veröffentlichten Blog-Eintrag nicht immer die redaktionelle Prüfung eines Verlages im Hintergrund stehen kann und muss.