Ich möchte an dieser Stelle auf ein recht neu erschienendes Buch von Wolfgang Sofsky aufmerksam machen:

„Verteidigung des Privaten“. Erschienen 2007 bei C.H. Beck, 158 Seiten für 14,90 €.

Sofsky kritisiert eindringlich die Beschneidung der persönlichen Freiheit durch den Staat, was für jeden spürbar geworden ist seit dem Gesetzesbeschluss zur Vorratsdatenspeicherung am 09. November 2007.

Ich halte dieses Thema für äußerst wichtig und leider im Vorfeld des Gesetzesbeschlusses sehr in der Berichterstattung und Kritik vernachlässigt. Deswegen möchte ich auf dieses lesenswerte Buch hinweisen.

In seiner sehr empfehlenswerten Streitschrift bringt der Soziologe und Privatgelehrter Wolfgang Sofsky die Problematik auf den Punkt. Unsere Privatheit und persönliche Freiheit ist in Deutschland durch den Staat bedroht.

Menschen hinterlassen heutzutage mehr Spuren als sie annehmen. Alles Tun und Handeln wird dokumentiert, archiviert und geprüft. Nichts entgeht der Aufmerksamkeit des Staates. Gläserne Menschen bewegen sich laut Sofsky in einer kontrollierten Gesellschaft.

Sofsky beanstandet in seinem Buch den Gehorsam und den Konformismus der Menschen, die die Bedrohung gar nicht erkennen. Ihnen fehle der Sinn für den Verlust der persönlichen Freiheit, urteilt er beharrlich.

So werden unter dem Banner der Fürsorge und Vorsorge Freiräume vom Staat immer weiter eingeengt.

Als warnendes Fazit, hier das Schlusswort von Wolfgang Sofksy: „Wer aus eigenen Stücken auf die Waffen der Kritik verzichtet, der lässt seine Urteils- und Handlungskraft verkommen!“

Hier ein weiterer Blog, der sich mit diesem Thema auseinandersetzt und einem Beitrag zum Buch von Sofsky: Daten-Speicherung.de

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