Sehr interessante Hypothesen und Überlegungen stellt Thomas Pleil in seinem Blog Das Textdepot zu Veränderungen im Nutzungsverhalten bei Tauschplattformen an. Ich stellte vor kurzem an dieser Stelle die Frage in den Raum, ob es möglicherweise zu einer persönlichen Übersättigung der Nutzer und Hersteller von User Generated Content gekommen sein könnte, zugunsten einer Hinwendung zurück zu älteren Medientechnologien. Sozusagen das Verpuffen einer anfänglichen Euphorie.

Tatsächlich steigt insgesamt das Angebot an Plattformen rasant. Es gibt immer mehr Angebote auch an Me Too-Plattformen und Klonen, was sicher dazu führt, dass sich die Gesamtnutzerzahl etwas verteilt oder auch Angebote mit engeren Themenspektren favorisiert werden.

In ihrem Koop Tech-Blog befasst sich Christiane Schulzki-Haddouti noch eingehender mit den Entwicklungen einiger großer bekannter aber auch neueren und kleineren Dienste. Das Ergebnis ist spannend!

Demzufolge gibt es einen eindeutigen Trend: Das Erstellen eigener sozialer Netzwerke inklusive Tauschmöglichkeiten.

Ganz klar steigende Nutzerzahlen gibt es laut Koop Tech-Blog nur bei der hybriden Plattform Ning.com, wo die Erstellung eigener sozialer Netzwerke und File Sharing angeboten wird.

Neben Ning gibt es sonst ausschließlich bei youtube.com ungebrochene Wachstumsraten. Alle sonst von ihr beobachteten Plattformen sind rückläufig oder stagnieren.

Schlussfolgerung: User generieren und tauschen immer noch gerne ihren selbst produzierten Content, jedoch mit einem (vielleicht könnte man sagen) zusätzlichen „Kick“ in Form von „etwas Eigenes Schaffen“, einer Art Rückbesinnung auf „lokales Denken“ in einem gewissen Themengebiet: Man kennt sich untereinander und fühlt sich wohl in einem engeren familiäreren Umfeld!

Hier wären tatsächlich nähere qualitative Untersuchungen höchstinteressant!

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